Beißender Hund zuhause - wie werde ich ernst genommen?

Im Forum kannst du deine Probleme offen ansprechen und mit anderen diskutieren. Wenn du einen Beitrag schreiben möchtest, musst du dich vorher registrieren oder einloggen. Möchtest du nur Beiträge lesen, brauchst du dich nicht zu registrieren.

01.02.2021

xcocoprivx

Ich habe mir deine komplette Nachricht durchgelesen. Im ersten Teil der Nachricht wäre meine meineidig noch gewesen, das der Hund offensichtlich auf deine Eltern nicht so aggressiv reagiert. Somit hätt Euch gesagt arbeite mit dem UND deiner Mutter. Somit wäre eine Person dabei die den Hund von schlimmeren Sachen abhält und dir vielleicht auch etwas Mut macht. Das würde natürlich Zeit brauchen und wie du schon selber gesagt hast ist es "bloß" ein Pflegehund und er wird irgendwann wieder weg sein. Wenn du zuhause nicht zu zufrieden bist (egal ob es deine Eltern sind, Geschwister oder ein Tier) kannst du natürlich das Jugendamt mit einbeziehen. Die werden sich sehr wohl dafür interessieren und nicht sagen das es nicht schlimm genug ist. Meiner Meinung nach ist diese Angst auch nicht unbegründet, sondern sogar sehr begründet. Du solltest dich zuhause wohl fühlen und das machen können was du möchtest und nicht von einem Hund davon abgehalten werden ob du etwas isst oder nicht.

31.01.2021

katy1515

Hi,

ich kenne mich leider mit dem Thema nicht so gut aus und deine Nachricht ist auch schon eine Woche alt. Ich hoffe dass der Hund jetzt schon weg ist aber falls dass nicht der Fall sein sollte dann würde ich aufjeden Fall nochmals mit deinen Eltern reden und  im Notfall auch das Jugendamt einschalten. Falls deine Eltern die Sache nicht Ernst nehme dann geh für eine Weile zu Freunden oder Raus um Druck zu machen und zu zeigen dass es nicht so weitergehen kann. Aber pass auf dich auf. Tut mir leid dass ich nicht so gut helfen kann aber ich hoffe ich konnte dich darin bestärken dass es ein wichtiges Problem ist, dass man ernst nehmen muss

26.01.2021

karmachameleon

Hallo,

ich habe seit längerem ein Problem,

es ist so dass wir einen Pflegehund haben, welcher in einem Alter zu uns gekommen ist, in dem das Training schwieriger ist. Meine Eltern haben das auf sich genommen, da sie schon ein paar Hunde hatten, diese allerdings immer als Welpen bekommen haben. Der Pflegehund ist kaum sozialisiert, er versucht, mich zu vertreiben, bellt, rennt auf mich zu, fletscht die Zähne. Ich wurde schon drei mal gebissen und ein Mal hat er es versucht aber einfach keinen Erfolg gehabt. (Die Bisse waren aber aus anderen Gründen, nicht weil er mich vertreiben wollte). Vor kurzem ist allerdings etwas schlimmeres passiert, ich wurde ohne Vorwarnung ins Gesicht gebissen, als ich ihn gestreichelt habe. Anschließend in den Arm und ins Bein als ich mich verteidigen wollte, mein ganzer Mundbereich ist natürlich entzündet, ich habe Flecken im Gesicht usw. das ist ja zu erwarten wenn sowas passiert und auch normal ^^

Ich hatte schon vorher Angst vor dem Hund, da ich Erfahrungen mit Beißen bei ihm gemacht habe, allerdings wissen wir nun die Gründe für das Beißen damals, und zwar aus Futterneid. (Ich habe ihm nichts weggenommen, falls ich die beiden Situationen für irgendjemanden beschreiben soll, gerne fragen). Wie gesagt habe ich schon immer Angst gehabt wegen dem Bellen, dem Zähnefletschen, dem Knurren usw. ich habe mich einfach unwohl gefühlt. Seit das anfing, habe ich möglichst vermieden, mich im Haus umher zu bewegen. Das aggressive Bellen ist jeden Tag, wann auch immer ich ins Wohnzimmer komme, erst war es abends, jetzt den ganzen Tag über und auch wenn er mich im Flur umherlaufen sieht. Es hört nicht auf, erst wenn meine Mutter eingreift, dann knurrt der Hund nur noch. Es ist einfach erschreckend jeden Tag einen Hund auf diese Weise auf einen zulaufen zu sehen. Ich weiß nicht ob das übertrieben ist, aber für mich ist es leider so...

Nachdem er mir ins Gesicht gebissen hat, ist es für mich natürlich schlimmer, ich bin kein Hundemensch und leider eher von Emotionen gesteuert. Ich habe nun Angst vor ihm und nun auch vor anderen bellenden Hunden, meine Eltern wollen, dass ich mit ihr arbeite, sie zum Beispiel aus der Hand füttere oder sie zurechtweise. Ich mache das, weil ich mich nicht traue zu widersprechen, aber ich zittere vor Angst und habe Herzrasen. Ich muss dazu sagen, seit dem schlimmen Vorfall (vor 4 Tagen) gab es keine Anstalten mehr, nur noch Knurren, allerdings bin ich auch kaum in Situationen wo ich ihm begegne, sprich ich gehe nicht aus meinem Zimmer raus, nur zum Abendessen und wenn irgendjemand mit dem Hund spazieren ist und zwei Tage nach dem Vorfall war ich nicht mal zu Hause. 

Meine Eltern haben einen Hundetrainer besorgt, was ja eigentlich gut ist, allerdings möchte ich mit der Sache nichts mehr, nie wieder zu tun haben, alles was ich will ist aus der Situation raus zu gehen, dass wieder alles normal ist, ich keine Angst mehr haben muss und ich mir hier in dem Haus z.B. wann ich will Essen machen kann, auf Toilette gehen kann, mir etwas zu trinken holen kann, das alles ohne Stress zu haben oder mich zu fürchten. 

Da es nur ein Pflegehund ist und kein adoptierter Hund, und wir ihn erst seit einigen Monaten haben, müssen wir ihn sowieso früher oder später abgeben.

Bisher hat sich aber keiner gemeldet und ich will nicht noch ewig so leben. 

Meine Eltern haben gesagt, damit ich unversehrt bleibe, würden sie den Hund abgeben, das würde aber auch noch alles dauern und jetzt wo wir die Möglichkeit zu Training haben, habe ich das Gefühl, dass sie diese Idee schon verworfen haben. 

(übrigens nochmal am Rande, ich kenne eine Familie, die mich ein paar Wochen aufnehmen würden, es ist noch ein Zimmer frei und ich wäre dafür so dankbar, aber ich traue mich nicht, meine Eltern darauf anzusprechen)

Leider bin ich komplett desillusioniert, ich meine das so, dass ich gar nicht weiß ob meine Gefühle übertrieben sind, ob sie nachvollziehbar sind oder ob ich ein Recht darauf habe, zu sagen, dass der Hund nicht mehr hier sein soll oder nicht. Meine Freunde, mein Partner und sogar meine Ärztin hatten alle vollstes Verständnis und ich hatte das Gefühl dass sie voll und ganz auf meiner Seite stehen. Aber ich habe das Gefühl, dass meine Meinung für meine Eltern übertrieben erscheint, dass sie vielleicht sowas sagen wie "hab dich nicht so" (aber eher indirekt)Oder dass sie es unnötig für mich finden, aus der Situation zu fliehen. Außerdem habe ich ein sehr schlechtes Gewissen, ich möchte nicht zur Last fallen, meine Mutter hat auch schon gesagt, dass sie sich wie ein Versager fühlt, Ich will ihre Aussichten und Pläne fürs Hundetraining nicht versauen. Ich glaube sie ist sehr zuversichtlich und ich möchte sie nicht enttäuschen. Das wäre das schlimmste für mich. Dazu ist es mir auch einfach peinlich, meine Emotionen vor meinen Eltern zuzugeben, ich weiß nicht warum das so ist. Wahrscheinlich weil ich denke, dass sie mich dann für eine Memme halten. Und ich selbst bin ja eigentlich auch der Meinung. Vielleicht ist es auch wirklich so, wie gesagt ich bin etwas desillusioniert. Ich weiß in keiner Situation, z.B. auch nicht in meiner festen Beziehung, ob meine Ängste gerechtfertigt sind oder nicht. 

Das beste wäre für mich, wenn ich bei der Familie, die ich hier erwähnt hatte (Nennen wir sie Familie K.), wohnen könnte, bis der Hund weg ist. Ich möchte weder jemanden zur Last fallen, noch möchte ich selbst darunter leiden und das ist die beste Lösung dafür. Außerdem habe ich Familie K. so unglaublich gerne, ich bin jede Woche bei ihnen seit zwei Jahren und ich würde mich sogar freuen dort verweilen zu können. (Meine Schwester hat mir auch angeboten, zu ihr zu kommen!!)

Ich will einfach nur mal wissen, was ihr so darüber denkt, ob ihr irgendwelche Tipps für ein Gespräch mit meinen Eltern habt, oder für die Durchsetzung meines Vorhabens, durch das es meiner Meinung nach allen Beteiligten besser geht. Es interessiert mich, auch noch mal zu hören, ob ich komplett verrückt geworden bin oder ob ihr mich versteht. Seid ehrlich, aber es wäre lieb, wenn ihr nicht passiv-aggressiv oder allzu fies sein würdet.

Noch eine Sache ist, können meine Eltern mich zwingen, zu Hause zu bleiben? Ich bin minderjährig aber nicht unter 16. Könnte ich in dem Fall, dass sie mich zwingen, zu Hause zu bleiben, das Jugendamt kontaktieren oder ist der Fall zu unwichtig/ zu inakut dafür? Ich verstehe,

wenn es nicht schlimm genug ist, um mich mit dem Jugendamt auseinanderzusetzen. Ich frage auch nur, weil es mir ein paar Leute vorgeschlagen haben. Meine Eltern sind aber keine bösen Menschen eigentlich, deshalb glaube ich nicht dass das klappen würde. 

naja egal, ich hoffe, dass jemand mir helfen kann. Tut mir leid, dass ich so viel geschrieben habe. 

LG

karmachameleon <3