Soziale Ängste und paranoide Gedanken

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27.07.2019

weltenimkopf

Das ist lieb von dir, danke! :)

Finde dich auch sehr sympathisch! :)

27.07.2019

[Gelöschter Benutzer]

Du schaffst das auf jeden Fall. Soweit ich das jetzt beurteilen kann, scheinst du mir eine sehr kluge und nette Person zu sein. Und mit ein bisschen mehr Selbstvertrauen schaffst du das :)

26.07.2019

weltenimkopf

Hoffentlich :)

26.07.2019

[Gelöschter Benutzer]

Das hoffe ich auch. Aber ich denke auch, dass du das schaffst da raus zu kommen. Glaub mehr an dich :)

26.07.2019

weltenimkopf

Ich hoffe auf jeden Fall, dass mehr deiner schönen Träume in Erfüllung gehen und dir die schlechten möglichst ersparrt bleiben.

26.07.2019

[Gelöschter Benutzer]

Manchmal sind diese Träume nur auch sehr positiv. Es passiert immer etwas in abgewandelter Form von dem Traum. Also neulich habe ich von was positivem geträumt und hoffe das es eintritt. Andersherum habe ich aber auch geträumt, dass das Mobbing wieder anfängt, wenn Ferien vorbei sind. Da wünsche ich mir einfach, dass es "nur ein Traum" war.

26.07.2019

weltenimkopf

Das ist schon echt unheimlich... Glaub ich hab in meinem Leben schon zu viel erlebt als dass ich sowas als komisch empfinden oder nicht ernst nehmen würde. Vor allem wird die Angst mit jedem mal größer, wenn sich die eigenen Befürchtungen bestätigen. Mir hilft es manchmal nach anderen Gründen zu suchen; zum Beispiel selektive Wahrnehmung: Man erinnert sich eher an einen Traum, wenn dieser wirklich eintritt und das bleibt auch stärker im Kopf verankert als positive Erfahrungen, sprich wenn nichts passiert ist. Mir ist bewusst, dass es das für dich nicht weniger schlimm macht und ich möchte deine Panik aich nicht herunterspielen. Ich weiß wie sehr die paranoiden Gedanken an einem nagen und wie schwer es ist sie wieder loszubekommen, wenn sie sich einmal eingenistet haben.

Das sind nur meine Gedanken dazu.

26.07.2019

[Gelöschter Benutzer]

Das ist nachvollziehbar. Ich habe auch immer so ein unwohles Gefühl, wenn sich die Person nähert. Vor Konflikten mit anderen habe ich auch richtig Panik. Das mag jetzt zwar komisch klingen, aber manchmal träume ich Dinge, die am nächsten Tag passieren. Zum Beispiel habe ich Mal geträumt, dass mir der Hauptmobber auf einer Schulveranstaltung begegnen würde und irgendwas zu mir sagen würde. Am nächsten Tag saß er während einer Schulveranstaltung neben mir und hat sich mit einem Freund über Leute aus meiner Stufe unterhalten. Und so etwas passiert mir so oft, dass ich immer Paranoia habe, wenn ich wieder etwas in der Richtung träume.

26.07.2019

weltenimkopf

Die "Probleme" nicht beim Namen nennen zu können macht es nicht gerade einfacher; das kann ich nachvollziehen.

Ich war als Kind oft alleine, weil meine Eltern arbeiten mussten. In dieser Zeit hatte ich sehr oft das Gefühl, dass eingebrochen wird; vieles hat mich in diesem Glauben bestärkt. Manchmal hab ich mich einige Stunden im Bad eingeschlossen und geweint, weil die Angst so groß war. Ich hatte Todesangst. Wahrscheinlich ist das alles nur meinem Kopf entsprungen, aber für mich war es echt. Es war wahnhaft. Wie es dazu kam weiß ich allerdings nicht. Das Schlimmste ist, dass man mit sowas oft nicht ernst genommen wird, da ja nichts passiert ist. Das Klingen eines Telefons oder das an der Haustür löst bei mir Panikattaken aus, nachts schau ich eigentlich nie aus dem Fenster aus Angst ein anderer könnte herein starren, alleine zur Ruhe kommen ist so gut wie unmöglich und Schlüsselklirren macht mich nervös. Bestimmte Lichtverhältnisse lassen mich ebenfalls wieder so empfinden wie ich es als Kind getan habe. Sonst sind es vor allem Männer, die sich mir auf der Straße nähern - ich wurde nicht missbraucht, hatte aber immer das Gefühl, dass mein Verfolger ein Mann ist -, menschenleere Wege und Wälder. Nachts kann ich auch nur mit einer Begleitung nach draußen. Ich fühle mich noch immer sehr schwach, hilflos und allein. Diese Gefühle machen es mir sehr schwer. Die Angst ist tief in mir verwurzelt. Oft spüre ich sie körperlich früher als ich sie gedanklich wahrnehme. Egal wie sehr ich mir auch einrede, dass nichts passieren wird, die Angst kommt trotzdem immer wieder durch. Ich versuche ruhig zu bleiben, meine Angst zu ignorieren und stattdessen an etwas anders zu denken. Leider funktioniert das nur bedingt.

26.07.2019

[Gelöschter Benutzer]

Ich bin in der zehnten Klasse,  da haben wir ja glücklicherweise Kurse und ich habe bisher nur ein Fach mit dem. Aber das kann sich ja ändern... Es hat einige Kraft gekostet in den ersten Wochen nicht in Tränen auszubrechen oder in Panik zu verfallen. Das schlimmste für mich ist halt aber eigentlich, dass ich nur zwei von den fünf Mobben noch namentlich kenne. Die anderen sind auch noch an unserer Schule, aber ich kann .ich ab die nicht erinnern. Hast du denn vllt auch so einen Auslöser, der bei dir die Panik und Angst hervorruft?

26.07.2019

weltenimkopf

Dass du dich in der Nähe von Menschen, die dich gemobbt haben, sehr unwohl fühlst, ist mehr als verständlich. Und dann auch noch mit einem von ihnen im selben Jahrgang zu sein stell ich mir sehr anstrengend vor. In welcher Klasse bist du denn?

Finde es sehr mutig von dir, dass du dich deiner Angst gestellt hast und sie mittlerweile einigermaßen überwunden konntest. Sowas kostet einiges an Kraft.

25.07.2019

[Gelöschter Benutzer]

Wenn ich in der Nähe von den Personen bin, die mich gemobbt haben, bin ich immer sehr panisch. Eine davon ist leider in meiner Stufe. Und sonst bin ich innerlich nur leicht nervös, rede mir aber immer gut zu. Ich hab mich auch immer ein wenig selbst dafür gehasst, wenn ich sozialen Interaktionen aus dem Weg gegangen bin

Außerdem ist das auch besser geworden, weil ich mit mehreren eher fremden Typen, die ich nur so grob kenne, schreibe. Das ist bisher immer gut gelaufen, weil ich natürlich drauf achte, dass sie nicht komisch sind.

25.07.2019

weltenimkopf

Das macht Sinn sich so lange begleiten zu lassen bis man sich sicher genug fühlt, um den Weg alleine zu bestreiten können. Oft ist es nicht ganz so beängstigend, wenn man sich gut in der Umgebung auskennt. Vor manchen Wegen hab ich dadurch meine Angst etwas verloren; sie erscheinen mir einigermaßen sicher. Das ungute Gefühl bleibt.

Wie ist das bei dir? Konntest du die Angst ganz überwinden oder begleitet sie dich an manchen Tagen noch immer?

25.07.2019

[Gelöschter Benutzer]

Ich hab mir eine Zeit lang immer jemanden gesucht bis ich mich sicherergefühlt habe. Aber ich habe auch viel mit Freundinnen darüber gesprochen

25.07.2019

weltenimkopf

Erst mal danke für deine Antwort, Mertie!

Begleiten dich deine Freundinnen auf dem Weg oder hat es ausgereicht mit ihnen über deine Angst zu sprechen und zu wissen, dass sie dich unterstützen?

Wenn mich ein anderer begleitet, dann komm ich eigentlich ganz gut damit klar; nur kann nicht immer wer mit mir mitkommen.

25.07.2019

[Gelöschter Benutzer]

Ich kenne das so ähnlich. Nachdem ich Mal gemobbt wurde, hatte ich auch immer Angst vor anderen Schülern, weil ich dachte sie wollten mir das gleiche wieder antun. Lange Zeit habe ich in der Schule Umwege gemacht um älteren Leuten aus dem Weg zu gehen, genauso wie anderen auffälligen Schülern. Inzwischen habe ich mit Freundinnen darüber gesprochen und durch deren Beistand fühle ich mich stärker. Ob dir das hilft, weiß ich nicht

25.07.2019

weltenimkopf

Hey...

ich hab mich dafür entschieden auch mal was zu schreiben.

Ich hab ein paar Ängste, die ich einfach nicht los bekomm und die mich sehr belasten. Zum Einen sind es starke soziale Ängste, zum Anderen paranoide Gedanken. Durch die sozialen Ängste schaff ich es nicht mir fremde Menschen anzusprechen. Das Gefühl, von anderen Menschen beobachtet zu werden, erschöpft mich. Aus diesem Grund bin ich eigentlich am liebsten alleine, weil ich nur so zur Ruhe kommen kann. Die paranoiden Gedanken machen alles nur noch schlimmer. Die Menschen um mich erlebe ich als sehr bedrohlich; ich bin auf alles gefasst. Selbst alleine in die Stadt zu fahren empfinde ich als beängstigend, weil ich Angst hab belästigt, verletzt oder sogar getötet zu werden. Dass das für einige nur sehr schwer nachvollziehbar ist, ist mir bewusst. Es ist unwahrscheinlich, dass sich meine schlimmsten Befürchtungen erfüllen. Trotzdem erscheinen mir viele Menschen als feindselig und es braucht nicht viel, damit ich panisch werde. Es passiert nicht selten, dass ich Panikattaken bekomm und auf schnellst möglichem Weg wieder nach Hause laufe. Damit zu kämpfen habe ich schon einige Jahre. Es ist zwar schon um einiges besser geworden, aber noch immer sehr belastend. Das mit den sozialen Ängsten ist eher schlimmer geworden.

Habt ihr Erfahrung mit sowas? Was hat euch geholfen?

Würde mich sehr über Antworten freuen!

Liebe Grüße

weltenimkopf